Um es vorweg zu nehmen: Der Wettkampf endete mit dem traurigen Ergebnis von 0,5 : 7,5.
Da kommen natürlich Fragen auf.
Kantersieg für die junge HSK-Mannschaft?
Ein Kantersieg ist ein überlegener und gleichzeitig leicht errungener Sieg in einem Sportwettkampf.
Leicht errungen würde ich zumindest nach meinen – laienhaften – Eindrücken der gespielten Partien nicht sagen.
Gut erkämpft von einer jungen, starken Mannschaft des HSK, gegen die man als Bezirksligamannschaft sicher verlieren „darf“. Ein Blick auf die bisherigen Ergebnisse des HSK XII bestätigen diesen Eindruck, 5:3 gegen die starke Mannschaft aus Marmstorf, 6,5 : 1,5 gegen HSK XI, da durfte man gewarnt sein.
Die Siege waren aus meiner Sicht eher Arbeitssiege, eine junge, motivierte Truppe hat einen verdienten „Arbeitssieg“ errungen und von individuellen Fehlern verschiedener Art profitiert und die individuellen Fischbeker Fehler gut ausgenutzt.
Die größten DWZ-Unterschiede hatten Philip und Matthias an den Spitzenbrettern zu bewältigen.
An Brett 2 endete die Partie recht schnell, die Gründe hierfür kenne ich nicht.
Die weitere Reihenfolge der Niederlagenserie erinnere ich nicht mehr.
Meine Eindrücke der Partien beim kurzen Kiebitzen und mit meinem nicht allzu stark ausgeprägten Schachverständnis:
An Brett 1 war eine etwas gedrückte, jedoch recht stabil wirkende Stellung entstanden, Philip hat konzentriert gekämpft, irgendwann setzte sich der stärkere Spieler durch.
Brett 3: Hubert, unser Punktelieferant, stand nach meinem Eindruck vielversprechend, ich dachte hier sogar an einen möglichen Sieg. Am Ende stand immerhin der einzige halbe Punkt für die Fischbeker Mannschaft, die Rettung vor einer noch größeren Blamage (was das Ergebnis angeht).
Brett 4: Andreas hatte eine vielversprechende aber komplex wirkende Position. Von einem Remisangebot offenbar aus dem Konzept gebracht, verlor Andreas die Partie schließlich aus unbekannten Gründen.
Brett 5: Mein Bauchgefühl sagte mir, dass ich von meiner Liebling-Skandinavisch-Variante abweichen sollte und ich probierte mich an 3. Dd6. Die Partie folgte der Theorie, die entstandene Position missfiel mir gleichwohl. Schwarz stand laut Computer noch im 17. Zug minimal besser, glücklich war ich mit der Stellung nicht.

Schließlich verlor ich in den nächsten 10 Zügen den ohnehin nur dünnen „Faden“ und die Partie.
Jannis kämpfte in verschachtelter Stellung und kam nicht in Zeitnot. Am späten Abend gingen zwei Bauern verloren, die ungleichfarbigen Läufer konnten die Partie nicht retten.
Peter musste mit Turmpaar und jeweils einem Läufer gegen einen gefährlichen Freibauern und Angriffschancen des Gegenspielers kämpfen – das Ergebnis ist bekannt.
Peter trug einen Kampf mit offenem Visir aus – am Ende musste er auch die Segel streichen.
Hoffen wir, dass unsere individuellen Fehler an einem einzigen Spielabend sich in den verbleibenden Runden besser verteilen und wir die Klasse (mal wieder) halten können.
„Weiter, immer weiter“ sagte einst ein bekannter Torhüter.
Folgen wir diesem Motto!!
