Landesliga – Thriller um den Klassenerhalt

Das diesjährige Landesliga-Finale bot viel Drama und Spannung bis zum Schluss! In der vorletzten Runde am Samstag durften wir gemeinsam nochmal die Schulbank drücken. Aufgrund einer Musikveranstaltung direkt neben der Aula zog die Schachgemeinde kurzerhand ins Nebengebäude um und spielten die 5 Mannschaftskämpfe in 5 Klassenräumen aus. Mit HSK 5 hatten wir den direkten Tabellennachbarn „zu Gast“ und glaubten, mit dem erreichten 4:4 aus den gröbsten Abstiegssorgen raus zu sein. Wie knapp es am Ende noch wurde, hatte niemand von uns erwartet.

Tabelle nach der 8. Runde

Paarungen der 9. Runde:

Okay, davon ausgehend, dass Platz 8 für den Klassenerhalt reicht, müsste Diogenes 2 auf jeden Fall gewinnen, um uns noch zu überholen. In dem Fall würde HSK 6 auf jeden Fall bei 6 MP bleiben und müsste 1,5 Brettpunkte aufholen. Das kritische Ergebnisse wäre also HSK6 – Dio2 3,5:4,5. HSK 6 hätte dann 31,5 Brettpunkte. Um die zu übertreffen, mussten wir also 2,5 Punkte holen, dann wären wir sicher Drittletzter.

Alternativ (z.B. im Falle eines 1,5:6,5 gegen uns) müssten wir darauf hoffen, dass St.Pauli 3 gegen HSK 5 mit einem Punkt höher gewinnt (in dem Beispiel 7,5:0,5), dann wäre HSK 5 noch hinter uns.

Und natürlich kam es genau so – Diogenes 2 gewann hauchdünn mit 4,5:3,5 gegen HSK 6 und St.Pauli reiste nur zu siebt gegen HSK 5 an. Ergo –> wir mussten mindestens 2,5 Brettpunkte gegen Schlusslicht HSK 4 holen.

Und das war nochmal ein richtiger Kraftakt! Dass HSK 4 mit ihrem Kader überhaupt noch keine Punkte in der Saison geholt hatte, war eine faustdicke Überraschung. Aber mit vereinten Kräften bildeten wir zusammen ein Pferd, dass genau so hoch springt, wie es muss. Als Marco mit seinem Remis an Brett 1 die Habenseite auf 2,5 Punkte brachte, hielten wir den Moment als „Klassenerhalt“ im Fotoalbum fest:

Doch plötzlich gab es neue Infos aus den höheren Ligen. War doch nicht alles klar ?

Das ist die Oberliga NordNord, wo es auch 2 Absteiger gibt. In der 9.ten Runde spielte Königsspringer gegen Marmstorf und Schwerin gegen Bad Schwartau. Was soll denn da noch schief gehen ? Selbst wenn Bad Schwartau 8:0 gewinnt, haben sie weniger Brettpunkte als Königsspringer Hamburg. Königsspringer könnte höchstens noch Drittletzte werden.

Aber : Der Oberliga-Meister steigt nicht direkt in die zweite Liga auf, sondern trägt einen Stichkampf mit dem Meister der Oberliga NordOst aus. Wird der Stichkampf verloren, bleibt der Meister in der Liga und es gibt einen dritten Absteiger!

Doch auch hier war uns Caissa hold und ließ die Kämpfe genau so ausgehen, dass Königsspringer mit einem halben Brettpunkt vor Schwerin über die Ziellinie schreitet… einfach unglaublich knapp!

Sofern jetzt nicht noch Weltuntergangsszenarien passieren und den HSK aus der 1.Bundesliga absteigen lassen – die Wahrscheinlichkeit liegt laut Ligaorakel bei 0,8% – bleiben wir der Landesliga weiterhin erhalten…

Aber wie ging der Meisterschaftskampf eigentlich aus ? Auch dass war an Spannung kaum zu überbieten. Im Dreikampf zwischen SKJE, Weiße Dame und Diogenes entschied ein Brett die Meisterschaft zugunsten von SKJE, u.a. mit den beiden GM´s Rogozenco und Pähtz.

Herzlichen Glückwunsch an SKJE! Nur ein einziges Mal wurden sie bezwungen in dieser Saison. Vom TV Fischbek 🙂 –> Link zum damaligen Bericht.

Endtabelle : https://ergebnisdienst.schachbund.de/bedh.php?liga=llhh

Vielen Dank an alle, die in der ersten Mannschaft mitgespielt und alles gegeben haben, um uns weiter auf diesem Niveau zu halten !

Letzte Impressionen vor Ort:

Das entscheidende Spiel zwischen Dio2 und HSK6 fand an einem speziellen Streaming-Tisch statt
Die „Meistermacher“-Partie: Robin Keyser gewinnt mit Turm gegen Läufer zum 4,5:3,5

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