Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten war angesagt. Die Gastmannschaft hatte bis zum gestrigen Tage noch keine Runde verloren, so dass uns klar war, dass eine schwierige Aufgabe vor uns liegt.
Schon im Vorwege plagten uns Personalsorgen, da unser Punktelieferant Philip wegen eines Landesligaeinsatzes nicht spielen durfte. Auch Bodo fehlte uns.
Wir hatten allerdings Glück und konnten Max als Ersatzspieler an Brett 8 einsetzen.
Leider kam es noch schlimmer: David, geplantes Brett 1 in dieser Runde, sagte kurzfristig ab. Ersatz: unmöglich zu organisieren.
Gegen 17:00 Uhr dann eine Absage aus gesundheitlichen Gründen: Hubert teilte mit, nicht spielen zu können.
Somit mussten wir mit sechs Personen antreten.
Positives denken war gefragt, in einem Anflug von Optimismus teilte ich Andreas mit, dass wir dann eben 6:2 gewinnen werden. Brett 1 und Brett 6 blieben frei.
0:2 aus Fischbeker Sicht.
Nach gar nicht so langer Zeit krachte es an Brett 8: Max sorgte für den Anschlusstreffer- Eiskalt wurde ein Fehler des Gegners ausgenutzt, die Partie gewonnen und es stand 2:1.
Nachdem ich eine Springer gewinnen konnte, wuchs mein Optimismus.

Dxg2 (um b7 zu decken) war nicht gut.
Leider war meine Freude so groß, dass ich mich umgehend revanchierte – die Dame des Gegners bedrohte Turm und Springer, es war nicht möglich, beide Figuren zu decken. Aber die Königsstellung des Gegners konnte aufgerissen werden. Mit jeweils zwei Türmen und Dame auf dem Brett war es nicht schwierig, die missliche Lage des schwarzen Königs auszunutzen. Schöner Sieg mit 1. e4. und 2:2.
Andreas stand zu diesem Zeitpunkt mit Turm und Dame in bedrohlicher Nähe des gegnerischen Königs, ein weit vorgerückter Bauer unterstützte den Angriff – Rums – 2:3.
Matthias an Brett zwei hatte mit recht knapper Zeit eine kompliziert aussehende Partie auf dem Brett. Beide hatten wenig Zeit, es kam zum Remisschluss. 2,5: 3,5.
Jannis durfte sich mit h-Bauern, Turm und König gegen weit vorgerückte g- und h-Bauern, Turm und König verteidigen. Der Gegner hat es lange versucht, Jannis spielte wie aus dem Endspiellehrbuch und hielt das Remis. 3:4.
Nun spielte noch Chris gegen einen Gegner, der 300 DWZ-Punkte weniger hatte, aber erstaunliche Gegenwehr zu leisten in der Lage war. Harte Arbeit für Chris, aber am Ende setzte unser starker Spieler sich mit starken Zügen durch und vollendete zum 3:5.
Ein schöner und wichtiger Sieg. Mit großen Abstiegssorgen (wie in den Vorjahren) sollten wir, so hoffe ich, in dieser Saison nicht zu kämpfen haben.
