Nach längerer Pause geht es nun Schlag auf Schlag: Letzten Freitag war der SV Eidelstedt zu Gast in der bislang uneinnehmbaren Festung der Dritten am Neugrabener Markt; nächsten Dienstag geht es schon zum Finale in ein benachbartes Bundesland nach Wedel.
Unsere Gäste hatten große Probleme ihre Spieler zu rekrutieren. So kam es, dass acht Fischbekern sechs Eidelstedter gegenübersaßen. Naja, auf den Aufbau von Brett 1 und 4 konnten wir verzichten; also saßen nur 12. Wenn man so die Erfahrungen der 2. anschaut könnte das als schlechtes Omen gewertet werden. Aber sehen wir…
Noch bevor ich nach einer Stunde das 2:0 eintragen konnte hatte Jürgen an 8 bereits zu Ende geblitzt- nach 40 Zügen 1:32 auf der Uhr und leider verloren (einzügiger Einsteller). Also 2:1
Felix‘ Partie sah aus wie zu Anderssens Zeiten: Königsgambit und wildes Gehacke ab Zug 2. Leider kamen die schwarzen Figuren, vor allem die des Königsflügels, nie so richtig ins Spiel. Das geht selten gut. So auch hier. 2:2
Lars‘ Spiel sah lange gut, dann ausgeglichen und nach einer übersehenen Springergabel hoffnungslos aus. 2:3, so schnell kann’s gehen!
Knuds Partie bereitete dem zuschauenden Königsinderfreund aber viel Freude. Nach eher undefinierbarer Eröffnung kristallisierte sich ein klassischer K-Inder heraus. Zwar hatte Weiß wohl die c-Linie geöffnet; es beherrschte sie aber Schwarz. Und als sich dann auch noch der lange schlummernde Schwarzfelder in den Königsangriff einschaltete war für Weiß nichts mehr zu beschicken. Ausgleich 3:3
Nun hing alles von Michael und Thomas ab. Zwischenzeitlich hätte ich nicht mehr viel auf Thomas‘ Stellung gesetzt aber irgendwie hatte er es geschafft ein totremisiges Endspiel mit Qualität gegen zwei starke aber blockierte Freibauern zu erlangen. Nach kurzem Überlegen und Blick auf Michaels Brett nahm er das Friedensangebot an. 3,5:3,5
Bei Michael brannte es überall und vor dem 40. war die böse Zeit sehr knapp. Erst die Dame für 2 Türme gegeben, dann wieder Retour. Am Ende stand ein Endspiel mit Gleichfarbigen, bei dem sein entfernter Freibauer gegen die verbundenen aber blockierten des Gegners kämpfte. Aber da wurde sich nichts geschenkt: Erst als außer den Herrschern nur noch ein Läufer vorhanden war einigte man sich friedlich.
4:4
Wacker gekämpft haben alle! Ein Sieg wäre schöner gewesen aber man muss nehmen, was man kriegen kann.
Heute (15.6.) spielt die Konkurrenz aus Eidelstedt, morgen wir, in einer Woche Wedel 2. Einer von den Dreien begleitet die Pinneberger auf dem Weg in die Kreisliga. Hoffentlich nicht wir; denn es wird knapper als knapp.

